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Zeittafel Napoleon Bonaparte (1769-1821)

Nach der Französischen Revolution stieg Napoleon Bonaparte zum Kaiser der Franzosen auf.

Die Zeittafel spiegelt die wichtigsten Ereignisse seines bewegten Lebens wider.

Napoleon Bonaparte

Napoleon Bonaparte entstammte einer korsischen Familie und brachte es in den Wirren der Französischen Revolution durch seine ausgezeichneten militärischen Leistungen zum General. Die Feldzüge in Italien und Ägypten verhalfen ihm zum Durchbruch. Mit seiner Popularität konnte er 1799 als einer von drei Konsuln die Macht in Frankreich übernehmen und sich 1804 selbst zum französischen Kaiser krönen.

Darüber hinaus führte Napoleon zahlreiche wichtige Reformen wie zum Beispiel den Code civil durch, mit denen er Frankreich nachhaltig prägte. Auch in benachbarten Staaten, die von Frankreich besetzt wurden, entstand ein modernes Zivilrecht. Durch seine militärischen Erfolge gelang es ihm, einige Jahre große Teile Europas zu beherrschen. Letztlich kam es durch ihn auch zur Auflösung des Heiligen Römischen Reiches. Allerdings wurde Napoleon der Nationalstaatsgedanke in mehreren besetzten Ländern wie Deutschland, Spanien und Russland später selbst zum Verhängnis und führte zum Zusammenbruch der vom ihm angestrebten Ordnung.

Mit dem katastrophalen Russlandfeldzug im Jahr 1812 begann Napoleons Stern zu verblassen und immer mehr Völker erhoben sich gegen ihn. Nach einer ersten Verbannung kehrte Napoleon 1815 noch einmal für 100 Tage nach Frankreich zurück und wurde erneut Kaiser. Nach der verlorenen Schlacht von Waterloo musste Bonaparte jedoch endgültig den Gang ins Exil auf die entlegene Insel St. Helena antreten.

1769

15. August: Napoleon Bonaparte wird in Ajaccio auf der Insel Korsika geboren. Seine Eltern sind der Anwalt Carlo Buonaparte und dessen Gemahlin Letizia. Zu seiner Familie zählen außerdem seine Brüder und Schwestern Elisa, Pauline, Caroline, Joseph, Lucien, Louis und Jérôme.

1778

15. Dezember: Carlo Buonaparte bringt es zum Deputierten der korsischen Generalstände. Dabei wird er von seinen Söhnen Napoleon und Joseph nach Paris begleitet. Auf einer Schule erlernt der bislang nur italienisch sprechende Napoleon die französische Sprache.

1779

15. Mai: Aufnahme Napoleons auf die Militärschule von Brienne.

1784

30. Oktober: Wechsel Napoleons nach Paris, wo er die königliche Militärschule besucht.

1785

24. Februar: Carlo Bonaparte verstirbt in Montpellier an Magenkrebs.

28. Oktober: Napoleons Zeit auf der Militärschule endet.

3. November: Im Alter von 16 Jahren tritt Napoleon als Unterleutnant in die französische Artillerie ein.

1786

15. September: Während seines Urlaubs besucht Napoleon seine Familie auf Korsika. Dabei wird er zum Anhänger der korsischen Separatisten unter Pasquale Paoli.

1788

Juni: Rückkehr Napoleons zu seinem Regiment in Auxonne.

1789

14. Juli: Der Sturm auf die Bastille leitet die Französische Revolution ein.

23. August: Von Napoleon wird der Treueschwur auf die französische Nation abgeleistet.

September: Napoleon kehrt erneut in seine korsische Heimat zurück. Dabei gerät er in politische Auseinandersetzungen.

1792

Mai: Nach seinem Eintreffen in Paris erhält Napoleon die Beförderung zum Hauptmann.

10. August: Napoleon erlebt den Sturm auf den königlichen Tuilerien-Palast mit.

Oktober: Erneute Rückkehr nach Korsika. Dabei kommt es zu Spannungen mit Paolis Separatisten.

1793

18. Februar: Napoleon erhält das Kommando über eine Truppe korsischer Freiwilliger. Zusammen mit den Franzosen sollen sie die Insel Sardinien einnehmen. Doch schon nach wenigen Tagen muss der Rückzug angetreten werden.

11. Juni: Es kommt zum offenen Bruch mit Pasquale Paoli. Napoleon muss seine Heimat gemeinsam mit seiner Familie verlassen. Der neue Wohnsitz der Bonapartes wird zunächst die französische Hafenstadt Toulon.

27. Juni: Das königstreue Toulon vertreibt die Republikaner aus der Stadt. Anschließend landen britische und spanische Truppen im Hafen.

16. September: Napoleon erhält das Kommando über eine französische Artillerieeinheit. Außerdem schmiedet er Pläne, die für die Rückeroberung Toulons überaus wichtig sind.

18. Dezember: Die Briten sind gezwungen, Toulon wieder zu räumen. Zuvor setzen sie zahlreiche französische Schiffe in Brand.

19. Dezember: Die Franzosen erobern Toulon wieder zurück.

22. Dezember: Aufgrund seines Anteils an dem wichtigen Sieg über die Briten und Spanier wird Napoleon zum Brigadegeneral befördert.

1794

11. Juli: Im Auftrag von Robespierre hält sich Napoleon in Genua auf.

27./28. Juli: Sturz und Hinrichtung Robespierres.

9. August: Weil Napoleon im Auftrag Robespierres unterwegs war, kommt es zu seiner Verhaftung. Am 20. August wird er jedoch wieder freigelassen.

1795

21. April: Napoleon verlobt sich mit Désirée Clary, die später einmal Königin von Schweden wird.

15. September: Weil Napoleon von der Liste der Generale gestrichen wird, kommt er in finanzielle Schwierigkeiten.

5. Oktober: Napoleon erhält von Paul Barras den Auftrag, den Nationalkonvent vor einem Aufstand der Royalisten zu schützen. Es gelingt ihm, den Aufstand niederzuschlagen.

11. Oktober: Der Nationalkonvent spricht Napoleon seinen Dank aus. Einige Tage später wird er zum Oberbefehlshaber der Heimatarmee ernannt.

15. Oktober: Begegnung Napoleons mit seiner späteren Frau Joséphine de Beauharnais (1763-1814), in die er sich sogleich verliebt.

1796

2. März: Bonaparte erhält den Oberbefehl über die Italien-Armee, die jedoch in einem schlechten Zustand ist.

9. März: Heirat zwischen Napoleon und Joséphine. Deren Kinder Eugène und Hortense werden von Napoleon adoptiert.

27. März: In Nizza trifft Napoleon mit der Italien-Armee zusammen.

12. April: In der Schlacht von Montenotte gelingt General Bonaparte sein erster Sieg gegen die Österreicher.

14. April: Nur zwei Tage später schlägt Napoleon auch das Heer von Sardinien-Piemont.

21. April: Nach einer weiteren Niederlage muss die Armee von Sardinien-Piemont Waffenstillstand schließen.

10. Mai: An der Adda-Brücke bei Lodi erringt Napoleon einen Sieg über die Österreicher, der in die Geschichte eingeht. Fünf Tage später kann er mit seiner Armee Mailand einnehmen.

August bis November: Napoleon gelingen weitere Siege gegen die Österreicher.

1797

14. Januar: Entscheidender Erfolg Napoleons gegen die Österreicher bei Rivoli. Anschließende Belagerung der Stadt Mantua, die am 2. Februar die Waffen strecken muss. Napoleon kann nun Österreich selbst in Visier nehmen. Außerdem marschiert er in Richtung Rom, sodass der Papst Waffenstillstand schließen muss.

7. April: Napoleons Truppen dringen bis in die Steiermark vor. Die Österreicher willigen nun in einen Waffenstillstand ein.

18. April: Der Vorfrieden von Leoben endet mit einem totalen Erfolg Bonapartes, den niemand für möglich gehalten hatte.

17. Oktober: Dank seiner enormen militärischen Erfolge kann Napoleon den Österreichern den Friedensvertrag von Campo Formio diktieren und den Ersten Koalitionskrieg beenden. Die Franzosen erhalten dadurch den Norden Italiens und Belgien.

1798

12. April: Napoleon wird zum Oberbefehlshaber der Orient-Armee ernannt.

19. Mai: Mit einer Invasionsflotte setzt sich Napoleon nach Ägypten in Marsch. Die Expedition wird von zahlreichen Wissenschaftlern begleitet.

9. Juni: Die französische Flotte landet auf Malta und nimmt die Insel kampflos ein.

2. Juli: Ankunft der Franzosen im ägyptischen Alexandria, das von ihnen eingenommen wird. Ohne zu zögern, marschiert Bonaparte weiter nach Süden.

21. Juli: Die Schlacht bei den Pyramiden. Dabei werden die Mamelucken von Napoleon vernichtend geschlagen.

24. Juli: Einnahme von Kairo.

1. August: Katastrophale Niederlage der französischen Flotte bei Abukir gegen die britische Flotte unter Lord Nelson. Dadurch ist Napoleon von seiner Seeversorgung abgeschnitten.

4. September: Das Osmanische Reich erklärt Frankreich den Krieg.

21. Oktober: Gegen die Franzosen kommt es in Kairo zu einem Aufstand.

1799

14. Februar: Trotz der schlechteren Versorgungslage startet Napoleon einen Feldzug in Palästina.

7. März: Eroberung von Jaffa.

19. März: Die Franzosen belagern Akkon.

10. Mai: Napoleon muss vor Akkon seine erste größere Niederlage hinnehmen und tritt den Rückzug nach Kairo an.

19. Juli: Die Entdeckung des Steins von Rosetta trägt zur Entschlüsselung der ägyptischen Hieroglyphen bei.

25. Juli: Napoleon gelingt bei Abukir ein Sieg gegen die Türken.

23. August: Weil sich durch die britische Seeblockade die Lage des französischen Expeditionskorps zunehmend verschlechtert, beschließt Napoleon seine Rückkehr nach Frankreich, das er am 9. Oktober erreicht.

9. November: Beim Staatsstreich des 18. Brumaire wird der Rat der 500 durch Napoleons Truppen aufgelöst. Zusammen mit seinen beiden Mitverschwörern Roger Ducos und Joseph Sieyès, die jedoch machtlos bleiben, wird Bonaparte zum Ersten Konsul gewählt.

13. Dezember: Proklamation der neuen Konsulatsverfassung.

1800

1. Januar: Einsetzung des Gerichtshofs.

13. Januar: Die Bank von Frankreich wird gegründet.

17. Februar: Mit dem Präfekten (Staatsgouverneur) entsteht ein neues Amt.

19. Februar: Napoleon und Joséphine ziehen in den Tuilerien-Palast ein, der bis 1792 von Ludwig XVI. und seiner Familie bewohnt wurde.

15. Mai: Beginn eines neuen Italienfeldzugs gegen Österreich, da es während seines Ägyptenaufenthaltes erneut Norditalien besetzt hat.

14. Juni: In der Schlacht von Marengo gelingt Napoleon ein wichtiger Sieg über die österreichische Armee. Dadurch kann der Korse Italien erneut unter Kontrolle bringen.

1. Dezember: Weitere österreichische Niederlagen sorgen für das Ende des Krieges.

24. Dezember: Bombenattentat auf Napoleons Kutsche in Paris, dem der Konsul nur knapp entgeht.

1801

9. Februar: Frankreich und Österreich schließen in Lunéville Frieden.

15. Juli: Konkordat zwischen Napoleon und dem Papst.

30. August: Die französische Ägypten-Armee muss kapitulieren.

1802

25. März: In Amiens schließen Frankreich und Großbritannien einen Friedensvertrag, der jedoch nicht von langer Dauer sein soll, weil beide Seiten nur Zeit gewinnen wollen.

1. Mai: Einführung eines neuen Schulsystems in Frankreich mit Grundschulen, Mittelschulen und Oberschulen.

19. Mai: Gründung der Ehrenlegion durch Napoleon.

20. Mai: Wiedereinführung der Sklaverei in den französischen Kolonien auf Befehl Bonapartes.

2. August: Im Rahmen einer Volksabstimmung steigt Napoleon zum Konsul auf Lebenszeit auf.

3. August: Durch eine weitere Volksabstimmung wird Napoleon im Rahmen der neuen Verfassung als Diktator bestätigt.

13. September: Ablösung des mächtigen Polizeiministers Fouché.

3. Mai: Napoleon verkauft die amerikanische Kolonie Louisiana an die Vereinigten Staaten von Amerika.

16. Mai: Der Frieden mit Großbritannien endet wieder.

1804

21. März: Auf Befehl Napoleons wird der Herzog von Enghien aus Baden entführt, der royalistischen Verschwörung angeklagt und anschließend hingerichtet. Am gleichen Tag tritt der Code civil in Frankreich in Kraft.

10. Juli: Polizeiminister Fouché kehrt wieder in sein Amt zurück.

20. Juli: In Boulogne plant Napoleon eine Invasion des britischen Festlands mit Landungsschiffen.

2. Dezember: In Anwesenheit des Papstes krönt sich Napoleon selbst zum Kaiser von Frankreich. Durch die Einführung einer Erbmonarchie will er weiteren Verschwörungen gegen seine Person entgegenwirken.

1805

26. Mai: In Mailand erfolgt die Krönung Napoleons zum König von Italien.

22. August: Als Napoleon in Boulogne erfährt, dass Österreich und Russland einen Angriff planen, kehrt er nach Paris zurück, um sich nach Osten zu wenden.

10. September: Die Österreicher marschieren in Bayern ein.

22. September: Napoleon zieht heimlich zu seinen Truppen am Schwarzwaldrand, um die Österreicher zu täuschen. In Bayern werden die österreichischen Streitkräfte von den Franzosen eingekreist.

20. Oktober: Napoleon besiegt die Österreicher bei Ulm.

21. Oktober: In der Seeschlacht von Trafalgar wird die französisch-spanische Flotte von den Briten vernichtend geschlagen, wodurch Napoleons Invasionspläne gegen England endgültig gescheitert sind.

13. November: Einmarsch der Franzosen in Wien.

2. Dezember: Die Dreikaiserschlacht bei Austerlitz endet mit einem grandiosen Sieg Napoleons.

26. Dezember: Nach der Niederlage bei Austerlitz muss Österreich mit Frankreich in Pressburg Frieden schließen.

1806

14. Februar: Eroberung Neapels durch die Franzosen.

30. März: Joseph Bonaparte wird von seinem Bruder Napoleon zum König von Neapel ernannt.

3. Juni: Auch Napoleons Bruder Lucien steigt zum König von Holland auf.

12. Juli: Gründung des Rheinbunds durch Napoleon, der damit ein wirtschaftliches und militärisches Bündnis zahlreicher deutscher Fürstentümer gründet.

26. August: Als Reaktion auf die Gründung des Rheinbundes fordert Preußen den Rückzug der französischen Truppen aus dem Rheingebiet. Außerdem verbündet sich das Königreich mit Russland und Großbritannien.

25. September: Einmarsch der preußischen Armee in das Rheingebiet.

9. Oktober: Weil Frankreich das preußische Ultimatum missachtet, kommt es zum Krieg.

14. Oktober: Bei der Doppelschlacht von Jena und Auerstedt erleiden die Preußen eine entscheidende Niederlage.

27. Oktober: Einmarsch von Napoleons Truppen in Berlin.

21. November: Napoleon ruft die Kontinentalsperre gegen England aus. Dadurch soll jeglicher Handel mit Großbritannien unterbunden werden.

18. Dezember: Eroberung Warschaus durch die Franzosen.

1807

1. Januar: Begegnung Napoleons mit der polnischen Gräfin Marie Walewska, die sich zu einer Affäre ausweitet, aus der Napoleons Sohn Alexandre hervorgeht.

8. Februar: Die Schlacht bei Eylau zwischen Franzosen und Russen verläuft ergebnislos.

14. Juni: Napoleon gelingt es, die Russen bei Friedland schwer zu schlagen.

25. Juni bis 7. Juli: Frieden von Tilsit zwischen Napoleon und dem russischen Zaren Alexander I. Dabei teilen die beiden Monarchen Europa quasi unter sich auf und legen ihre Einflussgebiete fest. Mit dem Beitritt zur Kontinentalsperre muss Russland allerdings einen hohen Preis entrichten.

9. Juli: Im Rahmen des preußisch-französischen Vertrags von Tilsit muss Preußen die Hälfte seiner Gebiete abgeben und der Kontinentalsperre beitreten.

22. Juli: Das Großherzogtum von Warschau wird von Napoleon gegründet.

16. August: Jérôme Bonaparte steigt zum König von Westfalen auf.

30. November: Zusammen mit Spanien will Napoleon Portugal besetzen. Einmarsch von Marschall Junot in Lissabon.

1808

2. Mai: Die Franzosen schlagen den Aufstand von Madrid nieder. Allerdings kommt es zu einer Revolte in ganz Spanien.

4. Mai: Abdankung des spanischen Königs Carlos IV.

4. Juni: Joseph Bonaparte wird zum spanischen König ernannt. Marschall Murat tritt seine Nachfolge als König von Neapel an.

22. Juni: Niederlage von General Dupont im spanischen Bailen.

30. August: Marschall Junot muss bei Cintra kapitulieren.

5. November: Napoleon übernimmt nun selbst das Kommando in Spanien. Am 4. Dezember marschiert er in Madrid ein.

1809

16. Januar: Bei La Coruna gelingt Napoleon ein Sieg gegen die Briten, woraufhin er wieder nach Frankreich zurückkehrt.

6. April: Erneuter Einmarsch der Österreicher in Bayern.

13. Mai: Napoleon nimmt den Kampf gegen Österreich auf und besetzt Wien.

6. Juli: Bei der Schlacht von Wagram kann Napoleon einen wichtigen Sieg verbuchen.

14. Oktober: Es kommt zum Frieden von Schönbrunn.

15. Dezember: Da Napoleon dringend einen Thronfolger benötigt, lässt er sich von Joséphine scheiden, die keine Kinder mehr bekommen kann.

1810

1. April: Heirat zwischen Napoleon I. und der österreichischen Erzherzogin Marie-Luise.

2. Juni: Weil Fouché eigenmächtig Friedensverhandlungen mit England führt, versetzt ihn Napoleon als Gouverneur nach Italien.

7. Juli: Napoleon zwingt seinen Bruder Louis, als König von Holland abzudanken, und annektiert die Niederlande.

1811

20. März: Napoleon II. wird geboren und noch am gleichen Tag von seinem Vater zum König von Rom ernannt.

1812

19. März: Der Herzog von Wellington beginnt eine Offensive in Spanien.

8. April: Ultimatum an Napoleon durch Zar Alexander I. Die anschließende Konferenz in Dresden bringt keine Annäherung.

24. Juni: Napoleon beginnt einen Feldzug gegen Russland und überquert den Fluss Memel.

22. Juli: Sieg Wellingtons bei Arapiles.

8. August: Die Russen werden bei Smolensk besiegt.

7. September: Unter hohen Verlusten gelingt es Napoleon, den russischen General Kutusow bei Borodino zu schlagen. Bei seinem Rückzug hinterlässt Kutusow allerdings nur verbrannte Erde.

14. September: Napoleon erreicht Moskau, wo er vergeblich in der fast verlassenen und brennenden Stadt auf ein Friedensangebot des Zaren wartet.

18. Oktober: Napoleon entschließt sich, Moskau wieder zu verlassen. Der Rückzug aus Russland erfolgt jedoch zu spät und gerät zur Katastrophe durch Kälte und Seuchen, was zur Dezimierung der Großen Armee führt.

18. November: Die französische Armee erleidet bei Krasnoje eine schwere Niederlage.

27. November: Übergang der Franzosen über die Beresina.

4. Dezember: Napoleon verlässt seine geschlagene Armee, um nach Paris zurückzukehren.

30. Dezember: In Tauroggen erfolgt die Konvention zwischen Russland und Preußen.

1813

9. Januar: Napoleon stellt eine neue Armee von 350.000 Mann auf.

17. März: Kriegserklärung Preußens an Frankreich.

3. Mai: In der Schlacht bei Lützen gegen das preußische Heer bleibt Napoleon siegreich.

20. Mai: Auch die Schlacht bei Bautzen endet mit einem Sieg für die Franzosen.

22. Mai: Zwei Tage später schlägt Napoleon ein russisches Heer.

21. Juni: Mit dem englischen Sieg bei Vitoria durch Wellington geht Spanien für Frankreich endgültig verloren. Joseph Bonaparte muss als König von Spanien abdanken.

12. August: Erneute Kriegserklärung von Österreich an Frankreich.

27. August: Bei Dresden gelingt Napoleon ein Sieg gegen Österreicher und Russen.

16. bis 19. Oktober: Völkerschlacht bei Leipzig, in der Napoleon eine schwere Niederlage erleidet und 84.000 Soldaten verliert. Auch die Alliierten büßen 50.000 Mann ein. Napoleon ist gezwungen, den Rückzug aus Deutschland anzutreten.

30. Oktober: Bei Hanau bleibt Napoleon noch einmal siegreich, erleidet jedoch schwere Verluste.

16. November: Holland geht den Franzosen verloren.

1814

1. Januar: Die preußische Armee setzt bei Kaub über den Rhein und dringt in Frankreich ein.

17. Januar: Marschall Murat wechselt die Seiten zu den Alliierten.

29. Januar: Bei Brienne kann Napoleon eine doppelte Übermacht besiegen.

1. Februar: Bei La Rothière erleidet Napoleon eine Niederlage gegen den preußischen Feldmarschall Blücher.

Februar: Napoleon kann mehre kleine Siege bei Rückzugsgefechten gegen die Alliierten verbuchen.

März: Niederlagen der Franzosen gegen Blücher bei Craonne und Laon.

21. März: Der österreichische Fürst Schwarzenberg besiegt die Franzosen bei Arcis-sur-Aube.

30./31. März: Einmarsch der alliierten Truppen in Paris.

2. April: Der französische Senat setzt Napoleon ab.

4. April: Auf den eindringlichen Rat seiner Marschälle und Generäle entschließt sich Napoleon im Schloss Fontainebleau dazu, zu Gunsten seines Sohnes abzudanken.

5. April: Offizielle Abdankung Napoleons als Kaiser.

7. April: Ludwig XVIII., der jüngere Bruder von Ludwig XVI., wird zum König von Frankreich proklamiert.

12. April: Ein Suizidversuch Napoleons scheitert, woraufhin er sich mit seiner Situation abfindet.

20. April: Napoleon verlässt Schloss Fontainebleau und tritt sein Exil auf der Mittelmeerinsel Elba an.

29. Mai: Napoleons frühere Frau Joséphine de Beauharnais stirbt auf Schloss Malmaison, was für Napoleon einen schweren Schlag bedeutet.

30. Juni: Der Friedensvertrag von Paris wird geschlossen.

1. November: Beginn des Wiener Kongresses.

1815

26. Februar: Als Napoleon von der Unzufriedenheit des französischen Volkes hört, fasst er den Entschluss, von Elba zu fliehen.

1. März: Bei Cannes betritt Napoleon mit etwa eintausend Mann das französische Festland.

6. März: König Ludwig XVIII. lässt Truppen entsenden, um Napoleon festzunehmen. Diese laufen jedoch zum Kaiser über.

20. März: Napoleon gelingt die umjubelte Rückkehr nach Paris. Ludwig XVIII. muss fliehen und Bonaparte wird erneut Kaiser der Franzosen.

25. März: Auf dem Wiener Kongress wird die endgültige Vernichtung Napoleons beschlossen.

15. Juni: Mit der französischen Nordarmee marschiert Napoleon in Belgien ein und trennt die preußische und britische Armee voneinander.

16. Juni: Sieg über Blüchers preußische Truppen bei Ligny.

18. Juni: Die Schlacht bei Waterloo endet mit einer verheerenden Niederlage für Napoleon gegen den Herzog von Wellington.

22. Juni: Napoleon kehrt nach Paris zurück und muss endgültig als Kaiser abdanken.

2. Juli: Napoleons Ankunft in Rochefort.

15. Juli: In der Stadt Rochefort begibt sich der ehemalige Kaiser auf das britische Linienschiff „Bellerophon“ und fährt damit bis zur Küste Englands.

7. August: Napoleon wechselt in Plymouth auf die „Northumberland“. Das britische Schiff transportiert ihn ins Exil auf die entlegene Insel St. Helena, wo er die letzten Jahre seines Lebens verbringen muss.

16. Oktober: Ankunft Napoleons auf St. Helena.

20. November: Neuer Friedensvertrag von Paris. Ludwig XVIII. wieder auf dem französischen Thron.

1821

5. Mai: Einsam stirbt Napoleon im Alter von 51 Jahren auf St. Helena an Magenkrebs mit den letzten Worten: „An die Spitze der Armee“.

1840

15. Dezember: Napoleons sterbliche Überreste werden nach Paris überführt und dort im Invalidendom beigesetzt.